Kunststoffe sind heute die am meisten verwendeten Materialien (bezogen auf ihre Volumenmenge). Schon seit langem sind sie über ihre in Kriegs- und Notzeiten zugewiesene Rolle als Ersatzstoffe hinausgewachsen. Sie sind vielfältig formbare, widerstandsfähige und zugleich leichte Materialien des täglichen Lebens. Als industrielle Werkstoffe besitzen sie überragende Eigenschaften. Sie sind als Produkte mit ganz neuem phantastischem Verhalten herkömmlichen Materialien in vieler Hinsicht weit überlegen. Große Bereiche von Medizin, Raumfahrt, Kommunikation, aber auch von Sport, Kunst und Design sind ohne Kunststoffe nicht denkbar. Kunststoffe haben Zukunft.
Außer im naturwissenschaftlich technischen Bereich hat die Auseinandersetzung mit Kunststoff in der Vergangenheit eher ein Schattendasein geführt. Viele Produkte wurden wenig beachtet. Viele Fakten sind in Vergessenheit geraten. Viele Dokumente sind vernichtet worden. Daher gilt es, viele Wissenslücken in der Geschichte der Erfindung, Herstellung, Verarbeitung und technischen bzw. sozialen Bedeutung von Kunststoffen zu füllen, viel Unbekanntes in der Geschichte ihres Gebrauchs und ihres Designs, aber auch in der Geschichte ihrer Verwendung in der Kunst zu entdecken. Die Bewahrung und Pflege kunststoffgeschichtlicher Kulturgüter beginnt erst heute. Auch aus der Kenntnis der verschiedenen Aspekte ihrer Geschichte kann das Verständnis für Kunststoffmaterialien und ihre Bedeutung für uns wachsen.

Ziel der Deutschen Gesellschaft für Kunststgeschichte dgkg ist es:

  • Kunststoffgeschichte in allen ihren Aspekten aufzuarbeiten.
    Dies umfasst die Geschichte der Kunststoffvorläufer ebenso wie die Geschichte der Polymerchemie, diejenige der industriellen Erzeugung und Verarbeitung von Kunststoffen, die Geschichte des Gebrauchs, Designs und der Verwendung in der Kunst.
  • Die Bedeutung von Kunststoff-Kunturgütern, ihrer Restaurierung, Bewahrung und Sammlung aufzuzeigen.
  • Historische Stätten der Kunststoffgeschichte bekannt zu machen.
  • Die "Zeitschrift für Kunststoffgeschichte" "e-plastory" herauszugeben.
  • Ein Forum zu bieten und ein Netzwerk aufzubauen für alle, die an Kunststoffgeschichte in ihren verschiedenen Aspekten interessiert sind.